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- 20.5.2010: "Hoffnung für verfolgte Christen"
- 5.5.2010: Hinhaltetaktik der Türkei geht weiter – Verhandlung im Fall Mor Gabriel erneut vertagt
- 4.5.2010: Der Countdown läuft – Kloster Mor Gabriel vor nächstem Verhandlungstag
- 19.4.2010: Türkische Menschenrechtsaktivistin referiert am kommenden Sonntag bei Genozidveranstaltung in Gütersloh
- 11.4.2010: Der Völkermord an den Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen – eine traurige Erinnerung
- 22.3.2010: CDU/CSU - Bundestagsfraktion Pressemeldung
- 14.3.2010: Das Referat zu Mor Gabriel als Print ist da
- 17.2.2010: Kein Ende der Verhandlungen in Sicht - Mor Gabriel-Prozess wieder verschoben
- 14.2.2010: Erst Mor Gabriel, dann Malatya - Gleich zwei bedeutende Prozesse für die Christen in der Türkei!
- 9.2.2010: Prozess um das Kloster Mor Gabriel geht weiter
“Hoffnung für verfolgte Christen”
20.5.2010 von admin.
Mehrere Hundert Besucher am Stand der überkonfessionellen christlichen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München
CSI-Deutschland erweiterte das Motto des 2. ökumenischen Kirchentages: „Damit ihr Hoffnung habt” durch “Hoffnung für verfolgte Christen!”. Im Rahmen der Thementage zu chaldäischen, assyrischen und koptischen Christen gaben Christen aus dem Irak, der Türkei und Ägypten am CSI-Stand bereitwillig Antworten über die Situation von Christen in ihren Heimatländern.
An der großen Infowand mit der aktuellen Weltkarte für Religionsfreiheit blieben viele Besucher stehen um sich ein Bild zu machen, in welchem Land Diakonie, Mission oder Kultus in welchem Maße behindert wird. Dies führte zu intensiven Gesprächen.
Geschäftführerin Ingrid Lang-Seigis und Mitarbeiterinnen antworteten gerne auf Fragen über die unterschiedlichen Gründe von Einschränkungen der Religionsfreiheit in den farbig markierten Ländern.
Mehrere Hundert Standbesucher nahmen Tüten mit CSI-Infomaterial mit, in denen sich auch eine Danke-Kerze befand, Gott für die Freiheit zu danken, in unserem Land unseren Glauben frei leben zu dürfen und für Christen zu beten, die diese Freiheit nicht haben.
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Hinhaltetaktik der Türkei geht weiter – Verhandlung im Fall Mor Gabriel erneut vertagt
5.5.2010 von mb.
Von Marianne Brückl
2010-05-05
Am Mittwoch, den 05. Mai 2010, wurde in der südosttürkischen Stadt Midyat gegen den Vorsitzenden der Klosterstiftung Mor Gabriel, Kuryakos Ergün, wegen der angeblich widerrechtlich auf Staatsforst erbauten Klostermauer verhandelt. Wie bereits im Vorfeld von den Betroffenen vermutet, gab es auch diesmal wieder keine Entscheidung. Stattdessen wurde ein neuer Termin anberaumt. Der Prozess wurde auf den 14. Juli vertagt.
Wer glaubte, dass es heute zu einer Entscheidung im Prozess Mor Gabriel kommen würde, der irrte gewaltig. Die Hinhaltetaktik der Türkei geht weiter. Was die betroffene Gemeinschaft im Kloster bereits vermutete hatte, und auch viele Sympathisanten des syrisch-orthodoxen Klosters, bestätigte sich. Statt einem Ende mit Schrecken bleibt es weiterhin bei einem Schrecken ohne Ende. Denn erst am 14. Juli soll es nun die nächste Verhandlung geben.
Seit Ende 2008 wird von türkischer Seite keine Gelegenheit verpasst, den Scheinprozess gegen das Kloster in die Länge zu ziehen und die Bewohner mit Ungewissheit über ihre Zukunft zu quälen. Offene Feindschaft gegenüber den Christen ist an der Tagesordnung, Einschüchterung eine Sportart gegen die “Ungläubigen”. Es wird alles getan, um des Klosters habhaft zu werden und damit eines der wertvollsten christlichen Zeugnisse endgültig zu zerstören.
Eine staatliche Übernahme des Klosters Mor Gabriel, das seit 397 besteht, bereits kurzzeitigen Vandalismus durch kurdische Besetzer überdauerte und trotz aller Hindernisse beinahe ununterbrochen sein traditionelles Klosterleben führte, wäre der Verlust eines der großartigsten Zeugnisse des Urchristentums in der Türkei. Ein Verlust, der nicht nur für das assyrische Volk im Tur Abdin das Aus bedeuten würde, sondern auch für die vielen wegen ihres christlichen Glaubens vertriebenen Assyrer, die durch dieses geistliche Zentrum noch mit ihrer ursprünglichen Heimat verbunden sind.
Das Schicksal des Klosters in kurdischer oder türkischer Hand wäre vorprogrammiert. Zerfall und Zerstörung oder Nutzung im Sinne des Islam, wären die Folgen, ebenso wie eine gänzliche Säuberung des Landes von Christen. Hoffnungen, die jetzt noch existieren, die christlichen Dörfer im Tur Abdin wieder aufzubauen, wie in Kafro, dem Rückkehrerdorf, hätten keine Zukunft mehr. Ohne Mor Gabriel ist der Tur Abdin zum Sterben verurteilt.
Um das nicht geschehen zu lassen, sind wir alle, die durch Glauben oder Gewissen noch Menschen geblieben sind, zu andauernder Solidarität mit dem Kloster Mor Gabriel und seinen Bewohnern verpflichtet.
http://pressemitteilung.ws/node/207927
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Der Countdown läuft – Kloster Mor Gabriel vor nächstem Verhandlungstag
4.5.2010 von mb.
Bericht von Marianne Brückl
2010-05-04
Der Countdown im Fall des Enteignungsprozesses um eines der ältesten Klöster der Welt, des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel im Tur Abdin, läuft. Am 05. Mai wird Kuryakos Ergün, Vorsitzender der Klosterstiftung im Tur Abdin in der südosttürkischen Provinzstadt Midyat wieder vor Gericht stehen. Ob allerdings diesmal ein Urteil gefällt werden wird ist fraglich. Bereits mehrere Male war der Prozess um die laut türkischen Behörden widerrechtlich erbaute Klostermauer vertagt worden. Die Betroffenen rechnen erneut mit einer weiteren Verzögerung in der Urteilsfindung.
Am Mittwoch ist es wieder einmal soweit. Nach mehreren Prozessverschiebungen muss Kuryakos Ergün, der Stiftungsvorsitzende des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel, erneut vor dem Midyater Gericht zu einer spektakulären Strafverhandlung erscheinen. Ihm wird vorgeworfen, widerrechtlich eine Mauer um das Kloster errichtet und dabei die Rechte des türkischen Staates verletzt zu haben. Die Schutzmauer, die gegen das Eindringen der benachbarten kurdischen Viehherden gebaut worden war, soll auf dem Boden eines Staatsforstes stehen und wird somit strafrechtlich verfolgt. Etliche Hektar Land vor der Klostermauer wurden durch die Entscheidung des Gerichts vom 24. Juli 2009, also kurz nach den für die Türkei nicht sehr schmeichelhaften EU-Wahlen, “annektiert”, indem das Land vor und hinter der Mauer als Wald deklariert wurde. Dagegen hat das Kloster Berufung eingelegt Zuvor hatte man Hoffnungen auf gerechte Entscheidungen der Gerichte geschürt, wie am 22. Mai 2009 durch das Teilergebnis über die Grundstücksgrenzen von Mor Gabriel zu Gunsten des Klosters kurz vor den EU-Wahlen geschehen. Würde jetzt ein negatives Urteil im Strafverfahren gefällt werden, würde das unweigerlich den Abriss der Mauer zur Folge haben und die Zukunft des Klosters in diesem Teil des Landes wäre damit dem Untergang geweiht. Die sorgfältig angelegten Obst- und Gemüsegärten zur Selbstversorgung des Klosters würden den kurdischen Viehherden zum Opfer fallen. und den Bewohnern die Lebensgrundlage entziehen. Sie müssten ihre Heimat verlassen. Dies führt zwangsläufig zur endgültigen Entchristianisierung und Auslöschung des Urchristentums im Tur Abdin.
Die seit Ende des Jahres 2008 währenden Enteignungsprozesse um das mit wertvollste Zeugnis der Existenz des Christentums weit vor dem Islam, zeigen also nur einmal mehr die gegen die christliche Bevölkerung des Landes gerichtete Willkür des türkischen Staates. Einschüchterungskampagnen gegen Erzbischof Timotheus Samuel Aktas gehen einher mit Verzögerungs- und Hinhaltetaktiken. Im Berufungsverfahren um den so genannten Staatsforst ebenso, wie im damit verbundenen Strafverfahren gegen den Stiftungsvorsitzenden Ergün. Dabei lässt man sich mit den existenzrelevanten Entscheidungen für die Bewohner des Klosters Zeit, verstärkt deren seelische Qualen. Man lässt die Klosterbewohner durch regelmäßige Prozessverschiebungen, im Berufungs- und Strafverfahren im Ungewissen über ihr Schicksal. Man wartet darauf, dass die Aufmerksamkeit in Sachen “Mor Gabriel”, dem Zentrum des Christentums im Herzen des Tur Abdin in der Südost-Türkei in der Weltöffentlichkeit nachlässt und schließlich in Vergessenheit gerät. Das grausame Spiel einer Katze mit ihrer wehrlosen Beute, die stetig verletzt wird, aber nur in dem Maße, dass sie nicht endgültig verendet. Diese Beruhigungspille wirkt in Europa.
Mittlerweile haben sich viele Menschen auch an die ständigen Vertagungen im “Kaugummiprozess” gewöhnt. Das Interesse der Öffentlichkeit am Schicksal des 397 erbauten und somit zu einem der ältesten Klöster der Welt zählenden Mor Gabriel mit seinen Bewohnern ist beinahe erloschen. Es reisen zwar immer wieder politische Persönlichkeiten zu den angekündigten Prozessen an, doch wie lange noch, wenn die Verhandlungen aus fadenscheinigen Gründen stets nach wenigen Minuten wieder vertagt und damit Kosten generiert werden. Angesichts der herrschenden desolaten Wirtschaftslage ist absehbar, dass diese Kosten auf Dauer zu Buche schlagen. Ein weiteres Kalkül, das im Plan der islamischen Welteroberung aufgeht.
Mor Gabriel ist nur ein “kleines” Beispiel für die systematische Islamisierung weltweit. Ob wir uns nun Assyrer (Assyrer/Aramäer/Chaldäer), Kopten, Maroniten etc. nennen, wir alle sind eine christliche Gemeinschaft, die für die Anerkennung der Menschen als gleichwertige Geschöpfe auf unserem Planeten steht. Doch nur gemeinsam werden wir auch das “C” bewahren, das ohne unseren persönlichen Einsatz langsam einem “I” weichen wird und unter dessen Herrschaft statt Religions- und Meinungsfreiheit nur mehr Unterdrückung und Versklavung herrschen.
Es genügt nicht, nur für die Ungerechtigkeiten gegenüber den Christen zu beten, wir sind alle aufgefordert, uns auch für sie einzusetzen. Alle verfolgten Christen in den islamisch beherrschten Ländern brauchen dringende Unterstützung durch die Präsenz von engagierten Menschen, die vor Ort den Menschen zur Seite stehen, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugung laufend Gewalt in allen erdenklichen Formen ausgesetzt sind. Ebenso müssen wir daran arbeiten, dass wir selbst nicht eines Tages als “Ungläubige” auch in Europa zu Opfern dieser Gewalt werden.
http://pressemitteilung.ws/node/207511
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Türkische Menschenrechtsaktivistin referiert am kommenden Sonntag bei Genozidveranstaltung in Gütersloh
19.4.2010 von mb.
Von Marianne Brückl
Am Sonntag, den 25. April 2010, wird die türkische Menschenrechtlerin Zeynep Tozduman aus Izmir (Türkei) im Assyrischen Mesopotamien-Verein Gütersloh in der Sedanstrasse 2, um 16.00 Uhr, zu einem der heikelsten Themen in der Weltgeschichte, dem von der Türkei bis heute geleugneten Völkermord an den Assyrern, Armeniern und Pontos-Griechen von 1915 in der Türkei sprechen. Auch der angehende assyrische Historiker Sanherib Demir von der Universität Bielefeld wird dabei zum Genozid an seinem Volk Stellung nehmen.
Die Izmirer Menschenrechtlerin Zeynep Tozduman, die sich seit mehreren Jahren für das assyrische Volk in der Türkei einsetzt und dort für die Realisierung der Menschenrechte kämpft, wird am Sonntag als Gastrednerin im Assyrischen Mesopotamien-Verein offen thematisieren, was in der Türkei bis heute als Tabu gilt: den Genozid der Türken von 1915 an den Assyrern, Armeniern und Pontos-Griechen.
Als einziges Land hat bisher Schweden den Völkermord an allen drei christlichen Minderheiten anerkannt und dabei auch zum ersten Mal die Assyrer namentlich benannt. Damals wurden insgesamt ca. 2,75 Millionen Menschen, davon 1,5 Mio. Armenier, ca. 750.000 Assyrer und rd. 500.000 Pontos-Griechen ausgelöscht.
Um auch den zusätzlichen 1,25 Millionen Opfern von damals Rechnung zu tragen hofft der Verein auf möglichst viele Besucher, die damit ihre Loyalität gegenüber den Getöteten des Genozids von 1915 durch die jungtürkische Bewegung ausdrücken.
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Der Völkermord an den Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen – eine traurige Erinnerung
11.4.2010 von mb.
Von Marianne Brückl
95 Jahre ist es jetzt her, dass die Armenier, Assyrer und Pontos-Griechen auf grausamste Art und Weise von den Türken niedergemetzelt wurden. In diesem Monat gedenken viele Menschen der zahllosen Opfer des Massakers von 1915. Bis heute weigert sich die Türkei vehement, den Genozid öffentlich anzuerkennen und die Medien berichten einzig von den Leiden der Armenier und vergessen dabei die weiteren fast 1,5 Millionen Todesopfer auf der Seite der Assyrer und Pontos-Griechen, die ebenfalls von diesen Massakern betroffen waren.
Jedes Jahr im April wird die Erinnerung an die wohl grausamsten Massenmorde der Geschichte durch die türkischen Befehlshaber wieder wach. Auch die Medien nehmen sich dieser Thematik nun verstärkt an, wie die Dokumentation “Aghet-Ein Völkermord” am vergangenen Freitag im ARD gezeigt hat. Doch leider wird nach wie vor lediglich von den Verbrechen an den Armeniern und 1,5 Millionen Ermordeten unter ihnen gesprochen. Die Assyrer und Pontos-Griechen, bleiben unerwähnt, obwohl auch sie dem grausamen Massaker zum Opfer gefallen sind. Auch diese beiden christlichen Völker wurden bis auf wenige Überlebende fast ausgerottet. Der Genozid forderte also nicht allein beim armenischen Volk die zahllosen Todesopfer, sondern beinahe noch einmal so viele bei den assyrischen und pontos-griechischen Christen.
Traurig und bedenklich ist dabei der Umstand, dass Veranstaltungen und Gedenkfeiern der Assyrer zum Völkermord mit äußert geringer bis gar keiner Berichterstattung von deutscher Seite bedacht werden, ebenso wenig wie die der Pontos-Griechen. Weshalb die Medien im Fall der Assyrer und Pontos-Griechen so verhalten reagieren und so gut wie keine Präsenz zeigen, bleibt rätselhaft. Und dies, obwohl Schweden den Völkermord an allen drei Völkern offiziell anerkannt hat und dabei auch Zahlen genannt wurden: 1,5 Millionen Armenier, 750.000 Assyrer und 500.000 Pontos-Griechen.
Jedes Volk, das nicht mehr offiziell in den Geschichtsbüchern auftaucht, weil seine Existenz nach und nach daraus entfernt wurde, gerät in Vergessenheit, wenn es nicht genügend Sprecher gibt, die der Welt zeigen, dass es existiert und aufmerksam machen auf die Geschehnisse, die zu ihrer Löschung führten!
Es ist also unverzichtbar, nicht nur der armenischen, sondern ebenso auch der assyrischen wie auch pontos-griechischen Todesopfer des Genozids von 1915 zu gedenken! Die grausamen Taten wurden an allen verübt und müssen weltweit auch für all diese Minderheiten Anerkennung finden!
Die westliche Welt muss immer wieder auf alle Opfer des Genozids von 1915 aufmerksam gemacht werden und darf sich nicht mehr nur auf die Armenier beschränken!
Wir alle sind aufgerufen, für die Toten nicht nur des Genozids von 1915 sondern auch für die Opfer der gegenwärtigen Christenmassaker zu beten und auch zu handeln!
http://pressemitteilung.ws/node/203645
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CDU/CSU - Bundestagsfraktion Pressemeldung
22.3.2010 von admin.
Folgende Pressemeldung zu Mor Gabriel wurde vor kurzem veröffentlicht.
Flachsbarth/Granold: Solidarität mit dem Kloster Mor Gabriel weiterhin gefordert
Berlin (ots) - Nach einem Gespräch mit Erzbischof Timotheos Samuel Aktas in Berlin erklären die Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Dr. Maria Flachsbarth MdB, und die Obfrau der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Ute Granold MdB:
Die Lage des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel im türkischen Tur Abdin ist unverändert besorgniserregend. Dem Kloster wird seit langem Land streitig gemacht. Der Prozess, in dem seit 2008 über beträchtliche Teile dieses klösterlichen Grundbesitzes verhandelt wird, verzögert sich weiter. Nachdem die letzten Verhandlungstermine ohne Ergebnis vertagt worden sind, bangt das Kloster Mor Gabriel damit nach wie vor um seine Existenz.
Die Situation von Mor Gabriel erfordert wie bisher die internationale Solidarität. Politik, Zivilgesellschaft und Kirchen müssen weiterhin gemeinsam dem Kloster beistehen. Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag hat sich zum weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit in ihrem Koalitionsvertrag ausdrücklich bekannt.
Der Umgang mit dem Kloster Mor Gabriel ist auch ein Lackmustest dafür, wie ernst es der Republik Türkei mit den Rechten für die nicht-muslimischen Minderheiten in ihrem Land ist.
Das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel im Tur Abdin wurde 397 gegründet und ist damit eines der ältesten Klöster der Welt.
Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: fraktion@cducsu.de
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Das Referat zu Mor Gabriel als Print ist da
14.3.2010 von admin.
Das aktuelle Referat zu den Vorgängen um das Kloster Mor Gabriel ist da. Alle interessierten können das Referat kostenlos bestellen.
Kontakt:
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Kein Ende der Verhandlungen in Sicht - Mor Gabriel-Prozess wieder verschoben
17.2.2010 von mb.
Midyat - Ein Ende der Verhandlungen um das älteste Kloster der Welt, Mor Gabriel im Tur Abdin in der Südost-Türkei, ist immer noch nicht in Sicht. Der Prozess, der heute im zuständigen örtlichen Gericht in Midyat stattfinden sollte, wurde erneut verschoben. Neuer Termin ist jetzt der 05. Mai 2010.
Wieder einmal gab es eine Terminverschiebung im Streit um das fast 1700 Jahre alte syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel. Wie bereits vom Vorsitzenden der Klosterstifung Mor Gabriel vermutet, fand der für heute angesetzte Strafprozess gegen Kuryakos Ergün nicht statt, sondern wurde auf den 05. Mai 2010 verschoben. Augenscheinlich verlegt man die Termine immer auf Tage, die mit wichtigen Wahlen in Europa oder Deutschland in Zusammenhang stehen. Die letzten Entscheidungen in den Prozessen um das Kloster wurden am 22. Mai 2009 und am 24. Juni getroffen, also kurz vor und nach den EU-Wahlen. Am 09. Mai finden in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit sehr hohem türkischen Migrantenanteil, die Landtagswahlen statt.
Es bleibt also weiterhin spannend, ob und welche Entscheidung am 05. Mai im Fall Mor Gabriel getroffen werden wird. CSI Deutschland berichtet.
MB 17.02.2010
http://pressemitteilung.ws/node/194421
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Erst Mor Gabriel, dann Malatya - Gleich zwei bedeutende Prozesse für die Christen in der Türkei!
14.2.2010 von mb.
Von Marianne Brückl
Die kommende Woche steht im Zeichen zweier entscheidender Prozesse für die türkische Auslegung von Gerechtigkeit gegenüber der christlichen Bevölkerung. Am 17. Februar ist der Strafprozess gegen den Stiftungsvorsitzenden des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel in Midyat (Südost-Türkei) anberaumt, und am 19. Februar soll gegen die Mörder der drei christlichen Mitarbeiter des Zirve-Bibel-Verlages in Malatya (Zentralanatolien) verhandelt werden. Nun wird sich zeigen, ob es seitens der türkischen Justiz tatsächlich einen ernstgemeinten Schritt zur Annäherung an das christliche Europa gibt.
Wer die Schauprozesse um das Kloster Mor Gabriel verfolgt hat, der weiß um die Urteilsfähigkeit der türkischen Gerichte: Christen werden nach wie vor unter fadenscheinigsten Verzögerungstaktiken oder Urteilsfindungen in Verhandlungen benachteiligt, je nachdem, wie der Wind weht. Gibt es Wahlen, so wird milde geurteilt, um sich den Westen gewogen zu machen, sind die Wahlen vorbei, dann dreht sich das türkische Fähnchen. So zumindest zeigten es die bisherigen Entscheidungen vom 22. Mai und 24. Juni 2009 durch das örtlich zuständige Gericht in Midyat, also kurz vor und nach den EU-Wahlen. Zuerst wurde ein positives Urteil gefällt, im nächsten Prozess aber gegen das Kloster entschieden. Ein großer Teil des Grundbesitzes von Mor Gabriel wurde als Forst deklariert und dem Staat zugesprochen. Dagegen legte das Kloster Widerspruch ein.
In einer Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof in Ankara am 10. November 2009 konnte kein Urteil gefällt werden, da angeblich Unterlagen vom örtlich zuständigen Midyater Gericht nicht vorlagen. Als Konsequenz wegen fehlender Entscheidung aus Ankara konnte dann auch der für den 02. Dezember 2009 festgesetzte Strafprozess gegen den Vorsitzenden der Klosterstiftung, Kuryakos Ergün, wegen der widerrechtlich erbauten Klostermauer nicht stattfinden und wurde auf den 17. Februar 2010 vertagt.
Am 19. Februar wird zudem im Fall der grausamen Foltermorde in Malatya vom April 2007 verhandelt. Damals waren drei Mitarbeiter des Zirve-Bibel-Verlages auf brutalste Weise abgeschlachtet worden. Sowohl der deutsche Missionar Tilman Geske als auch die beiden türkischen Konvertiten Necati Aydin und Ugur Yuksel wurden in den eigenen Büroräumen überfallen und regelrecht ausgeweidet, bevor man ihnen dann die Kehlen durchschnitt.
Unter Mordverdacht stehen fünf Studenten im Alter zwischen 19 und 20 Jahren. Ihr Motiv: sie hätten für “ihre Heimat” gehandelt. Später folgten weitere sechs Verhaftungen, darunter Emre Günaydin, der Führer der Ülkü Ocaklari, der Jugendorganisation der Grauen Wölfe. Die Mörder sollen “mit staatlichen Einrichtungen in Verbindung” stehen, die Missionare als Feinde im Innern bezeichnen und ihnen Agententätigkeit unterstellt, die von anderen Staaten für eine Spaltung der Türkei bezahlt wird.
Dass diese grausamen Foltermorde im “Namen der Gerechtigkeit” für die Opfer verhandelt werden und die Mörder ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, bleibt eine vage Hoffnung der Hinterbliebenen.
Es wird sich nun also zeigen, ob die türkische Justiz gewillt ist, sich einmal einer gerechten Urteilsfindung zuzuwenden, die nach westlichem Rechtsverständnis und anhand der Fakten keinesfalls eine christenfeindliche Entscheidung zulässt.
Der Ausgang dieser Prozesse ist also Weg weisend für die tatsächliche Gesinnung der Türkei.
http://pressemitteilung.ws/node/193780
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Prozess um das Kloster Mor Gabriel geht weiter
9.2.2010 von admin.
Am 17. Februar geht der Prozess um das 397 erbaute Kloster Mor Gabriel in eine neue Runde. Nachdem es zahlreiche Vertagungen gegeben hat, soll nun eine Entscheidung im Streit um die Klostermauer fallen.
Ein neuer Verhandlungstag im Fall des beinahe 1700 Jahre alten Klosters Mor Gabriel im Tur Abdin ist für den 17. Februar 2010 anberaumt. Nachdem der letzte Prozess, wie viele davor, immer wieder vertagt wurde, ist man skeptisch, ob es diesmal zu einer Entscheidung kommen wird.
Verhandelt wird im Strafverfahren um den Vorsitzenden der Klosterstiftung, Kuryakos Ergün, der widerrechtlich die Mauer auf Grund gebaut haben soll, auf welchen der Staat Anspruch erhebt. Bisher gab es noch keine Entscheidung, zu wessen Gunsten das Verfahren letztendlich ausgehen wird, da ein Urteil des Obersten Gerichtshofes in Ankara verzögert worden war. Die Gründe für die Verzögerung waren angeblich fehlende Unterlagen vom örtlich zuständigen Gericht in Midyat.
Christian Solidarity International (CSI) wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens berichten.
MB 09.02.2010
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